Keinzweiter - Globus Cassus

Keinzweiter - Globus Cassus
SMV009 (Releasedate: 2009-02-23)
With his new longplayer "Globus Cassus", Tobias Lorsbach connects to the mysterious world of retro futurism. influenced by authors like Stanislaw Lem and his philosophical excourses into the field of artificial intelligence, Keinzweiters music is a lush journey into the world of lost data and modular synthesis. reassembling the patterns of life in all its complexity is unattainable for mankind - "Globus Cassus" is a kind of aural statement to this uncertainty. With it´s outlandish deepness, the avoidance of simple hooklines it is more asking questions than giving answers, echoing the last 5 decades of electronic music and the existencial questions connected to the topic man vs machine.
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This release is free. Note that all tracks are encoded in 128 kbs.
You can also download the high quality 320 kbs or wav version from one of our partners below beatport zero_inch

Reviews

What a great album! It combines all the good stuff and ideas which come to my mind when I think of Keinzweiter. Love it! :)
Yes, it's true. Keinzweiter is my friend,but what is more than true, it's that album I've been listening since 24hours is absolutely wonderful. Hot shit my friends! Not a surprise, cause the man behind keinzweiter (and a bunch of old nicknames) and spontan musik has released plenty of great and original tracks during thoses last ten years, and he is from my top10 producers (Keinzweiter,Paradroid, Fym, S-max, Ark, Herbert, Robag Whrume, Matthew dear, Dan Bell, Pepe Bradock) who motivated me to make my own electronic dance music cook few years ago.
"Globus Cassus" is exactly what i want to listen those days, something hybrid, something which don't take care about the hype of the moment (don't let me say what i didn't say...I love house music too), something where you can find all kind of music and athmosphere you like, and more that all something you can dance with. Minimal techno and house is a genre that everybody can imitate and produce today, and it's not a news to say that is getting more and more boring (I'm wondering and I ve been receiving my 80th comment "check my new beatport release!" on my myspace page...), music with a real identity is such a rare thing! "Globus Cassus" is one of this thing. It let you brainly travelling between large electronic landscapes, touching the dance of bass, it's beautiful but/and groovy, it's funky but/and harmonious. Best exemple: "Quantum", definitely my favorite, direct to the stomac, like an ultimate good vibes squad. I'm in love with this track, sincerely. The whole album is good, and will certainly remind you sometimes Squarepusher, Terry Riley, Frivolous, Robag Whrume, and a bunch of great electronic music talents.
One thing I would had love to get within this album: 1 or 2 singer featuring, but sure I will be up for next one :)
Widersprüche sind die Grundkonstante in Keinzweiters Musik. In seiner Person, als DJ, in seinem Sound und in der Vorliebe für Musiker, die Ambivalenzen aushalten können; sie nutzen, um etwas neues zu schaffen.

“Und das finde ich an Musikern gerade so toll. Wenn sie sich um nichts scheren. Wenn sich ein Max Cavalera von Sepultura einfach hinstellt und sagt: ‘Ok, dann mache ich halt jetzt was mit einem Volksmusiker und mische Dancehall mit Metal’. Das hat mich immer schon an Musik fasziniert. Ich kann mir auch Arnold Schönberg anhören und direkt danach Sepultura.” Und das ist keinesfalls übertrieben.

Keinzweiter aka Tobias Lorsbach betreibt das Label Spontan Musik und veröffentlicht Tracks von Paradroid, Tom Ellis, Fym und demnächst Dave Aju. Beim Hören seines Debut-Albums “Global Cassus”, ist schnell das Ende der Eindeutigkeit erreicht. Microfunk, der eigenständig klingt, durch flüchtige, nicht-wiederkehrende neue Sounds besticht und in sich scheinbar total ambivalent ist. Das Arrangement der Sounds erinnert in seiner Komplexität an Freejazz, hat aber witzige Momente. Die digitale Klangästhetik ist kühl und versprüht dennoch analoge Wärme. Das Album fühlt sich an wie ein Ritt auf einem Drumcomputer durch eine Spielhalle, wie die Reizüberflutung beim ersten Besuch in Tokyo und manchmal wie ein Radio, das auf einem toten Kanal eingestellt ist.

Um diese Uneindeutigkeiten in ein Album zu packen, braucht es eben nicht nur Mut Widersprüche auszuhalten, sondern auch ein breites musikalisches Wissen, auf das der 30-jährige Mainzer zurückgreifen kann. Zu seinen Einflüssen zählen Chuck Schuldiner, Sänger und Gitarrist der Deathmetal-Band Death, die moderne Klassik von Stockhausen und Bernard Parmegiani; der Jazz eines Bruno Maderna oder John Zorn und Christian Vogel, der Mitte der 90er als Aushängeschild der Brighton-School eine neue Heransgehensweise beim Produzieren von Techno etablierte.

Aus diesem Klang-Kosmos, der direkt-sinnlichen Ansprache von Techno und dem intellektuellen Abstand des Jazz, formte Keinzweiter seine Interpretation von Microfunk. Die Auseinandersetzung mit Musik steht im Vordergrund. “Ich ziehe verschiedene Strukturen aus verschiedenen Musikarten und füge sie zu meinem Sound zusammen”, sagt er über seine Vorgehensweise.

Die Philosophie seines Labels Spontan Musik ist ähnlich: “Ich will einfach nur hören, dass derjenige, der die Musik gemacht hat, keiner ist, der Musik selbstreferenziell betreibt. Also Leute, die nur Techno machen und ihre Einflüsse aus Techno beziehen … Der Stil ist egal. Es kann auch Jazz oder Hip Hop sein. Die Musik darf nur nicht selbstreferenziell klingen.” Das alles klingt recht komplex und seine Einflüsse und die Ergebnisse sind widersprüchlich.

Doch wenn sich seine Tracks auf dem Dancefloor entfalten, gehen sie direkt in den Körper, auch wenn sie meist in die Minimal-Ecke gesteckt und als zu verkopft dargestellt werden. “Meine Musik wird oft falsch verstanden. Sie sei zu schwierig, zu verkopft oder zu kompliziert. Aber das ist oft ein Missverständnis, weil ich auch spleenige und witzige Elemente drin habe. Ich bin kein Mensch, der im schwarzen Mantel durch die Gegend rennt. Ich bin kein Grufti oder so. Ich bin jemand, der viel feiert und gerne lacht. Die Musik hat auch witzige Momente, nur versteht sie halt nicht jeder… Sie ist Tanzmusik aber nicht leicht zugänglich."

von Bastian Thüne aus De:Bug 126
Lost Diglator: Field Recording Gekracksel macht ein nettes Panorama – Assigut dreckige Clap – Bassline ist aber nicht so meins. Der hohe padartige leicht vibrierende Sound kommt nice – Im Schlusspart machste nochma was gut. Schöner Ausklang.

Galapagos Station Uplink: Percussion und Groove mag ich – Microfunk. Bassline gefällt mir wegen dem Knarzpart. Die ziehenden, verhallten FX sind okay. Ist aber wohl eher ein Clubtrack als einer für zuhause. Schlägt hier jedenfalls nicht 100% an. Muss ich ma lauter machen :D

Quantum: Das Intro ist dick. Zusammenspiel zwischen dem Glockenzeug und der Bassline wunderschön. Die „Zusatzglocke“ ab ca. 2:00 passt auch schön. Wenn der Synthie noch dazu kommt könnte das ein Soundtrack für nen 1930er SciFi/Horrorfilm sein. Also so irgendwie :D Geile Atmo. Innovation. Mag den! Bis hierhin übrigens schonmal Daumen hoch für die generell etwas noisigen Sounds. Weisste ja da steh ich drauf :D

Broken Wetware: Kenn ich schon von dem Video. Mit der Percussion haste mich direkt, sehr edel. Schöner Groove. Die Delaystabs passen super. Fänds noch besser wenn der hintenraus noch mehr aufdrehen würd. Wilder, dorschenanner. Muss aber nicht ;)

Goldbrick: Von 0 auf 100 in Sachen Gefühl. Sympathischer Track, die Synthies fügen sich wunderbar in die analogen Sounds ein (Rhodes, Bläser). Hört sich an wie ein leicht depressiver Herr Moog, der aus seinem Kellerfenster nach draussen schaut und den Saxophonen auf der Wiese beim spielen zusieht. Straight Jazz. Bewegt meinen Arsch und Kopf.

The Pilman Radiant: Vielleicht bisschen geblendet von Goldbrick geht mir der nicht so gut rein. Zumindest bis zum 2. Part ab ca. Minute 3. Das Pad ist geil. Auch sonst interessante Glitchsounds drin. Ja hintenraus baut der ne schöne Atmo auf. Glaub schon wieder ein Filmsoundtrack, diesmal für irgendwas aus den 70ern. Agentenfilm oder so haha. Schickes Ding, hintenraus.

Globus Cassus: Titeltrack baut ja schonmal vorm hören Erwartungen auf :D Deepes Ding. Böses deepes Ding. Das istn Roller. Nichts besonderes im Vergleich zu anderen Tracks auf dem Album, aber wirklich ne böse Atmo. Positiv böse. Bedrohliches Knistern oder so ;) 30er SciFi/horrormovie Score Part 2 :D

The Jupiter Unmount: Telefon! :D Ich merk, du magst diese Claps ;) Ich aber auch ma. Ziemlich reduziert das ganze. Blubbert nett vor sich hin, aber in dem Fall nervt mich dieses durchgezogene Pad etwas. Hm ja kann ich wohl am wenigsten mit was anfangen vom Album.

Su Una Voca: Schönes Sounddesign drin! Wie die Bläser da reingedarkt kommen und so. Schon ein krankes Teil. Aber weisste ja, das mag ich :D Ganz komisch positiv kranke Atmo wieder. Roter Faden am Start.

Gesamt: Bin beim durchhören echt so auf dem Filmsoundtrack-Trip hängengeblieben. Als zusammenhängende Sache sind einige verschiedene Stimmungen eingefangen, könnt mir das echt gut als Untermalung für Film Noir Sachen vorstellen. Sind jetzt denke ich mal keine ultimativen Clubburner drauf, aber das war denke ich mal auch nicht unbedingt die Intention. Quantum und Goldbrick stechen für mich heraus, die sind wunderbar innovativ. Das Album hat einige Sounds, die es sehr homogen machen, auf eine positive Weise. Es ist nicht alles gleich, aber es hört sich an wie ein Gesamtwerk. Wird hier noch öfter laufen, ich mags.
First of all, i think this is a fucking great LP from start to finish.
With a variety of tastes that cover all bases. I really like Lost Diglator, Quantun, Broken Wetware, and Su Una Voce is fucking beautiful.
My favorites were probably Goldbrick, The Pilman Radiant, and Jupiter Unmount.. All in all, it's a very good LP and it's good to see Keinzweiter back on this fresh vibe. It shines through in the music!!

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